LinuxFX : Brasilianische Distribution wird zum Windows-Klon

Die kleine brasilianische Linux-Distribution LinuxFX basiert auf Ubuntu und wird mit seinem WX-Desktop, einem angepassten Cinnamon, optisch zu Windows 10. Das Ubuntu-Derivat versucht Anwendern den Umstieg daher so einfach wie möglich zu machen und Windows 10 bis ins Detail nachzubilden.

Das ist verblüffend gut gelungen, selbst in Details die ich hier nicht alle zeigen kann.

LinuxFX basiert auf dem Betriebssystem Ubuntu von Canonical, kombiniert diese Basis aber mit dem aktuelleren Linux-Kernel 5.6.15 und dem von Linux Mint 20 („Ulyana“) bekannten Cinnamon-Desktop, der noch in Version 4.4.8 vorliegt, zeitnah aber auf die aktuelle Version 4.6.6 angehoben werden soll.

Die Softwarepakete befinden sich hingegen auf einem aktuellen Stand, so kommt LinuxFX 10.3 mit den Browsern Firefox 77.0.1 und einem ganz aktuellen Chromium 83.0.4 daher. Als Office-Suite steht LibreOffice 6.4.3 bereit.

Windows-Programme mit den Dateinamenserweiterungen .exe und .msi werden automatisch über die Windows-kompatible Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme Wine 5.0 ausgeführt und auch Steam ist bereits vorinstalliert.Auffälligstes Feature der Distribution ist aber das weitreichende Windows-10-Theme des WX-Desktops, dass LinuxFX im Gewand von Windows 10 erstrahlen lässt.

Die Entwickler bieten ihren freien Windows-Klon auf Linux-Basis sowohl für die x86- als auch für die ARM-Architektur an, was in zwei Systemabbildern resultiert. Die ARM-Version befindet sich noch auf dem Versionsstand 10.1 und soll zeitnah aktualisiert werden.

In dem Zusammenhang sprechen die Macher von LinuxFX auch von WindowsFX 10. Bislang erscheint die brasilianische Linux-Distribution aber noch zu klein zu sein, als dass Microsoft rechtliche Schritte einleiten würde. LinuxFX nutzt jetzt bereits seit Jahren 1:1 kopierte Windows-Themes, ohne dass sich Microsoft daran gestört hätte.

Das rund 3,7 GB große Image der x86-Version LinuxFX 10.3 WX LTS (ISO) kann mittels eines entsprechenden Tools wie beispielsweise Rufus, UNetbootin oder Ventoy auf ein USB-Speichermedium geschrieben und völlig risikolos als Live-System getestet werden.

Fazit:

Wer absolut nicht auf das gewohnte Design von Windows verzichten will ist mit LinuxFX gut bedient

 

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