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Der Raspberry Pi Laptop

Eine meiner Meinung nach sehr gute Idee ist es den Pi in einen Laptop zu integrieren bzw. ein Laptop-Gehäuse als Ein und Ausgabegerät zu nutzen

2 Projekte existieren meines Wissens dazu

Der Crow Pi2 und der NexDock 2. Der eine hat einen Raspberry Pi fest im Bauch und an den anderen kann man ihn extern anschließen (Natürlich jeden anderen SBC ebenfalls was ein Vorteil ist)

 

CrowPi2: Mit diesem Kit wird der Raspberry Pi zu einem günstigen und vielseitigen Laptop

Beim CrowPi2 handelt es sich um einen Laptop auch und insbesondere für Bastler. Dabei basiert das Gerät auf dem überaus populären Raspberry Pi, für den unzählige Projekte existieren. Diese richten sich an Maker aller Erfahrungsstufen, wobei die große Raspberry-Community in vielen Fällen ausführliche Anleitungen bereitstellt.

Im CrowPi ist ein Raspberry Pi in der aktuellen Version 4B enthalten, welcher eine vergleichsweise große Rechenleistung mitbringt. Das mit 291 x 190 x 46 Millimeter nicht unbedingt dünne Notebook bringt 1,3 Kilogramm auf die Waage und ist mit einem 11,6 Zoll großen Display ausgestattet. Dessen IPS-Panel löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf, wobei eine zwei Megapixel-Webcam integriert ist.

Die Tastatur ist einfach abnehmbar, wobei sich unter der Tastatur unter anderem ein Breadbord befindet. Damit können unter der Tastatur eigene Projekte und Schaltungen realisiert werden. Dabei sind die Tastatur und das Touchpad auch dann weiter verwendbar, da diese drahtlos mit dem Raspberry Pi kommunizieren.

Im CrowPi2 sind dabei zahlreiche Module und Sensoren bereits vorinstalliert, dazu kommen etwa ein IR-Sensor-Interface, ein Neigungssensor, LEDs und Matrix-Displays und auch Eingabemöglichkeiten wie ein Joystick. Dabei wird der Raspberry Pi durch einen Lüfter aktiv gekühlt, wodurch dieser die Leistung auch konstant abrufen dürfte.

Der CrowPi2 eignet sich Herstellerangaben zufolge auch für Software-Projekte, beispielsweise kann die integrierte Webcam zur Gesichtserkennung genutzt werden. Im Rahmen der bereits erfolgreich finanzierten Kickstarter-Kampagne kann ein CrowPi2 ab 123 Euro ohne den nötigen Raspberry Pi vorbestellt werden, wobei die für Crowdfunding-Kampagnen üblichen Risiken auch für den CrowPi2 gelten.

Link zur Kickstarter Kampagne des Crow Pi

Ein anderes Projekt dieser Art nennt sich NexDock2

Youtube Video

NexDock 2 ist angekommen

Das NexDock 2 sieht aus wie ein Notebook, ist aber keins. Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein Dock der Firma Nex Computer für die nahtlose Einbindung mobiler Geräte und dem Raspberry Pi und andere SBCs und Compute-Sticks.

Das NexDock in zweiter Auflage wurde mit fast 500.000 US-Dollar auf Kickstarter finanziert. Etwas über 200 US-Dollar davon stammen von mir und gestern brachte der Paketbote den Gegenwert zu mir nach Hause.

Der erste Eindruck täuscht

Was wie ein Notebook aussieht, beherbergt weder CPU noch Speicher oder ein Betriebssystem. Man kann per NexDock 2 mit den angeschlossenen Geräten dank Konvergenz wie auf einem Notebook arbeiten. Dazu müssen Smartphones lediglich Desktop-Mode beherrschen.

Solider Auftritt des NexDock 2

Das neue NexDock verfügt über ein schlankes Aluminiumgehäuse, ein 13,3-Zoll Full-HD-Display, eine bis auf einen Ziffernblock vollwertige QWERTY-Tastatur und einen USB-C-Eingang. Es nutzt die CPU und den Speicher sowie die vorhandenen Daten-, Bluetooth- und WLAN-Verbindungen des Smartphones und lädt dieses während des Arbeitens auch auf.

Das Dock verfügt über vier 1-Watt-Lautsprecher, ein Multi-Touch-Trackpad sowie einen Akku mit 38 Wh. Die Ausmaße betragen 317 × 215 × 15.9 mm bei einem Gewicht von 1.420 Gramm. Das Gerät im matt-silbernen Alukleid ist hervorragend verarbeitet. Mein einziger bisheriger Kritikpunkt ist das spiegelnde Display.

NexDock 2 ist angekommen
Anschlüsse des NexDock 2

Hauptsächlich Samsung und Huawei

Kompatibel mit NexDock 2 sind Smartphones wie unter anderem die Samsung-Geräte Galaxy S8/ S8+/ S8 Active, S9/ S9+, Note 8 / Note 9 und S10e/ S10/ S10+ sowie die Flagship-Phones von Huawei über die Funktion EMUI Easy Projection. Das umfasst die Geräte Huawei Mate 10/ 10 Pro, Mate 20/ 20 Pro/ 20 X, P20/ P20 Pro, P30/ P30 Pro und Honor Note 10 / View 20. Desktop-Mode wird sich vermutlich auf vielen modernen Smartphones etablieren.

Auch für den Raspberry Pi

Ich habe mir das NexDock 2 zugelegt, um künftig das Linux-Phone Librem 5 damit nutzen zu können. Damit habe ich dann einen »aufblasbaren« Linux-Desktop in der Hosentasche. Das erspart in vielen Fällen das Mitschleppen des fast doppelt so schweren Notebooks.

Auch die recht häufige Arbeit mit dem RasPi wird mir das NexDock 2 erleichtern, indem ich für die Verwendung mit grafischer Oberfläche nicht mehr auf einen meiner zwei Desktop-Monitore zurückgreifen muss

NexDock 2 ist angekommen

Hier der Link zur Kickstarter Kampagne