Echtzeit-System-Monitoring mit Netdata

Jeder der einen eigenen Server betreibt möchte auch gerne wissen wie der aktuelle Zustand des Systems ist. Wie z.B. die Speicherauslastung, CPU Last oder Netzwerk und IO Prozesse.

Linux bietet unzählige Möglichkeiten das System zu überwachen: Von einer Reihe spezieller Kommandos, über einfache Tools wie etwa Glances für das Terminal, bis hin zu aufwändigen Lösungen wie etwa Cacti oder Nagios, die fortwährend den Systemstatus protokollieren und bei Bedarf Warnungen rausschicken oder auf bestimmte Events reagieren. Cacti und Nagios sind zwar nun sehr mächtig, aber auch nicht wirklich leicht aufzusetzen. Wer eine leicht zu installierende webbasierte Echtzeit-Monitoring-Lösung sucht, der sollte sich daher einmal Netdata ansehen. Das Programm muss man lediglich auf seinen Rechner werfen und im Browser aufrufen. Es eignen sich auch für Single-Board-Computer wie etwa den Raspberry Pi

Netdata ist freie Software und wird aktuell sehr aktiv vorangetrieben. Das Projekt gehört seit Wochen zu den Trending-Repos auf Github. Aktuell lässt es sich jedoch noch nicht aus den Paketquellen der gängigen Distributionen installieren. Anwender mit Arch-Linux auf dem Rechner, können es jedoch aus dem AUR relativ leicht einspielen (Wer der Entwicklung folgen möchte, kann alternativ auf die Git-Variante zurückgreifen). Anschließend kann man den Dienst entweder per Hand starten oder ihn per Systemd automatisch mit dem Rechner laden lassen. Für Debian/Ubuntu beziehungsweise Centos/Redhat gibt es auf der Homepage eine ausführliche Installationsanleitung. Ich habe sie auf einem RasPi mit Raspbian Jessie und einem betagten Cubietruck getestet.

Im Prinzip erfolgt die Instalation auf einem frischen System mit nur einer Kommandozeile

bash <(curl -Ss https://my-netdata.io/kickstart.sh)

Nach erfolgter Installation wird diese Seite angezeigt.

Die Fülle der angezeigten Informationen lässt keine Wünsche offen

The Netdata dashboard in action